Kandidatenvorstellung – Fenna Regini

1. Kurzvorstellung

Mein Name ist Fenna Regini, ich bin 40 Jahre alt, auf Norderney geboren, aufgewachsen in Leer und lebe seit 2009 auf der Insel, mittlerweile mit meinem Mann, der ein Restaurant betreibt, und unseren zwei Kindern. Ich bin staatlich geprüfte Kinderpflegerin, seit meinem Umzug auf die Insel arbeite ich jedoch in der Gastronomie und bin heute im Café meines Bruders tätig.

Durch meine tägliche Arbeit habe ich viel Kontakt zu Einheimischen und Gästen. Dabei höre ich viele unterschiedliche Anliegen, Wünsche und Ideen. Dieser direkte Austausch zeigt mir, was die Menschen bewegt und wie wichtig es ist, praktikable Lösungen für unsere Insel zu finden.

Norderney ist für mich längst zur Heimat geworden. Deshalb möchte ich mich aktiv für die Zukunft unserer Insel einsetzen und Verantwortung übernehmen.


2. Entweder- / Oderfragen

Milchbar oder Surfcafé? Surfcafé
Tee oder Kaffee? Am liebsten Kaffee im Corner 😉
Große Doppelmatratze oder zwei einzelne? Zwei einzelne
Apple oder Android? Apple
Abendkleid/Anzug oder Jogginghose? Jogginghose
Italiener oder Grieche? Italiener natürlich
Fenster oder Gang? Fenster
Frühaufsteher oder Nachteule? Frühaufsteher
Reitstall oder Tennisplatz? Tennisplatz
Süßes oder salziges Popcorn? Immer alles sehr salzig.
Wein oder Bier? Nachmittags Bier, abends Wein.
Telefon/Sprachnachricht oder WhatsApp? Sprachnachrichten
Muckibude oder Joggen? Joggen, auf Norderney das schönste Hobby nach Tennis.
Sport oder Kunst? Sport
Knappe letzte Fähre oder Übernachtung auf dem Festland? Übernachtung auf dem Festland, ich hasse diese Ungewissheit, ob man mitkommt oder nicht.
Weingummi oder Nüsse? Nüsse.
E-Bike oder Hollandrad? Hollandrad
Bargeld oder Karte? Karte
Schwarzwälder Kirsch oder Plunderstück? Erst Plunderstück, dann Schwarzwälder Kirsch
Mallorca oder Lanzarote? Mallorca!
Wecker oder innere Uhr? Innere Uhr funktioniert zwar, zur Sicherheit aber Wecker!
Kartoffeln oder Nudeln? Nudeln!


3. Interview

„Familien sind das Herz unserer Insel“ — Im Gespräch mit Fenna Regini

Fenna Regini kandidiert für die FDP auf Norderney. Ihre Schwerpunkte: Familien, Kinderbetreuung und Bildung. Im Interview erklärt sie, warum sie sich genau diese Themen ausgesucht hat, wo sie auf der Insel Handlungsbedarf sieht — und was sie ganz konkret verändern möchte.

Fenna, du machst Familienpolitik zu deinem zentralen Thema. Warum gerade das?

Weil es das Thema ist, das jeden Tag im echten Leben spürbar wird — beim Bringen der Kinder am Morgen, bei der Frage nach dem Betreuungsplatz, bei der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung. Familien sind das Herz unserer Insel. Wenn es ihnen gut geht, geht es Norderney gut. Denn Familien halten unsere Gemeinschaft zusammen: Sie engagieren sich in Vereinen, sie arbeiten in den Betrieben vor Ort, sie prägen das Leben auf der Insel weit über die Saison hinaus. Kinder sollen hier sicher, gesund und mit Freude aufwachsen können. Dafür brauchen Eltern verlässliche Rahmenbedingungen — keine Lippenbekenntnisse und keine Ankündigungen, die dann im Alltag nicht ankommen. Familienpolitik ist für mich keine Nische, sondern die Grundlage dafür, dass Norderney auch in Zukunft ein lebendiger Wohn- und Lebensort bleibt und junge Menschen hier eine Perspektive sehen.

Bleiben wir konkret: Wie siehst du die Kinderbetreuung auf Norderney aktuell?

Jedes Kind soll die bestmögliche Betreuung bekommen — das ist der Anspruch, an dem wir uns messen lassen müssen. Und ich sage bewusst: jedes Kind, unabhängig davon, wie die familiäre oder berufliche Situation der Eltern aussieht. Dafür brauchen wir zunächst genügend Betreuungsplätze, damit niemand monatelang warten oder komplizierte Übergangslösungen organisieren muss. Genauso wichtig sind verlässliche Öffnungszeiten, auf die sich Eltern wirklich verlassen können — gerade auf einer Insel, auf der viele im Tourismus, in der Gastronomie oder im Schichtdienst arbeiten und eben nicht um 16 Uhr Feierabend haben. Betreuungszeiten müssen zur Lebensrealität der Familien passen, nicht umgekehrt.

Das alles funktioniert aber nur, wenn wir gute Arbeitsbedingungen für unsere Erzieherinnen und Erzieher schaffen. Sie leisten jeden Tag Großartiges und verdienen Wertschätzung, die sich nicht in Sonntagsreden erschöpft: gute Rahmenbedingungen, Entlastung im Alltag und attraktive Perspektiven, damit Fachkräfte gerne zu uns auf die Insel kommen — und vor allem auch bleiben. Denn frühkindliche Bildung ist die Grundlage für alles, was danach kommt. Was wir hier investieren, zahlt sich ein Leben lang aus.

Und die Schule vor Ort — wo siehst du Handlungsbedarf?

Eine moderne Schule ist mehr als ein gutes Gebäude. Natürlich müssen die Räume in Ordnung sein — aber entscheidend ist, was darin passiert. Es geht um zeitgemäße Ausstattung, um digitale Möglichkeiten, die nicht nur auf dem Papier existieren, sondern im Unterricht tatsächlich genutzt werden, und um motivierte Lehrkräfte, die Rückhalt und Gestaltungsspielraum haben. Kurz gesagt: um ein Umfeld, in dem jedes Kind seine Talente entfalten kann — egal ob diese im sprachlichen, naturwissenschaftlichen, handwerklichen, sportlichen oder kreativen Bereich liegen.

Für uns auf Norderney kommt eine Besonderheit hinzu: Unsere Schule ist die Schule der Insel. Kinder können nicht einfach auf eine Nachbarschule ausweichen. Umso wichtiger ist es, dass wir hier ein Bildungsangebot haben, das mit dem Festland Schritt hält und niemanden zurücklässt. Ich will mich dafür einsetzen, dass unsere Schule ein Ort bleibt, an dem Lernen Freude macht und junge Menschen gut auf ihren weiteren Weg vorbereitet werden — sei es Ausbildung, Studium oder ein Berufsweg hier bei uns auf der Insel.

Was heißt das für den Alltag von Familien ganz konkret?

Familien brauchen eine Politik, die zuhört und pragmatische Lösungen liefert — nicht in fünf Jahren, sondern spürbar im Hier und Jetzt. Das beginnt bei sicheren Schulwegen, auf denen Eltern ihre Kinder guten Gewissens allein losschicken können. Es geht weiter mit attraktiven Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche, gerade außerhalb der Saison, wenn die Insel ruhiger wird und junge Menschen Orte brauchen, an denen sie sich treffen und entfalten können.  Und schließlich die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die auf Norderney mit seinen besonderen Arbeitszeiten im Tourismus eine ganz eigene Herausforderung ist.

Das sind die Themen, die den Alltag wirklich bestimmen. Genau die will ich in den Mittelpunkt stellen, statt sie hinter großen Debatten verschwinden zu lassen. Politik muss sich daran messen lassen, ob sie das Leben der Menschen konkret verbessert.

Warum die FDP — und warum du?

Weil ich Verantwortung übernehmen will — nicht über die Köpfe der Menschen hinweg, sondern gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. Ich glaube an eine Politik mit Vernunft, Offenheit und dem Blick auf das Machbare. Es geht mir nicht darum, was sich gut anhört, sondern darum, was sich tatsächlich umsetzen lässt — mit einem realistischen Blick auf Haushalt, Personal und die besonderen Bedingungen unserer Insel. Versprechen sind schnell gemacht; ich möchte lieber ehrlich sagen, was geht, und das dann auch anpacken.

Als Norderneyerin kenne ich die Insel, ihre Menschen und ihre Themen. Ich will Norderney lebenswerter machen — für Kinder, Eltern, Großeltern und alle Generationen. Denn eine familienfreundliche Insel ist am Ende eine Insel, auf der alle gerne leben.

Was sind deine wichtigsten Ziele und warum?

Im Mittelpunkt steht für mich zunächst, Familien zu stärken und zu entlasten — weil sie das Fundament unserer Inselgemeinschaft sind und Politik ihnen den Rücken freihalten muss, statt zusätzliche Hürden aufzubauen. Ebenso wichtig ist mir eine verlässliche und hochwertige Kinderbetreuung, denn Eltern brauchen Planbarkeit und jedes Kind verdient den bestmöglichen Start. Darüber hinaus möchte ich unsere Schule modern und zukunftsfähig weiterentwickeln, weil Bildung die wichtigste Investition in die Zukunft unserer Insel ist. Und schließlich geht es mir darum, gute Chancen für jedes Kind auf Norderney zu schaffen — denn es darf nicht vom Elternhaus abhängen, welche Möglichkeiten ein Kind bekommt.

Diese Ziele gehören für mich untrennbar zusammen. Sie greifen ineinander und entscheiden darüber, ob junge Familien auf Norderney eine Zukunft sehen — oder ob sie die Insel verlassen.

Dein Schlusswort an die Wählerinnen und Wähler?

Eure Stimme entscheidet, wie stark Familien und Kinder auf Norderney künftig vertreten sind. Ich verspreche keinen Zauber — aber ich verspreche, zuzuhören, mich einzusetzen und dranzubleiben. Gebt mir am Wahltag eure Stimme — für eine starke Zukunft unserer Kinder und für eine Insel, auf der Familien gerne leben.


17. Juli 2026

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