Gegen den Trend: FDP Norderney gewinnt bei der Stadtratswahl hinzu
Mit 13,4 Prozent hat die FDP Norderney bei der Stadtratswahl am 13. September ihr Ergebnis von 2021 um 0,9 Prozentpunkte verbessert – in einem Umfeld, in dem die Freien Demokraten landesweit deutlich an Zustimmung verloren haben. Einen dritten Ratssitz haben wir wegen der Verkleinerung des Rates nur knapp verpasst. Mit Zuversicht und klaren Schwerpunkten gehen wir in die neue Wahlperiode.

Dank an Wählerinnen und Wähler, Unterstützer und Spender
1.283 Stimmen und damit 133 mehr als vor fünf Jahren: Dieses Ergebnis verdanken wir den Menschen, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, allen, die uns im Wahlkampf mit Zeit und Engagement unterstützt haben, und allen, die mit ihrer Spende unsere Arbeit möglich gemacht haben. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank.
Das Ergebnis im Überblick
Tabelle 1: Stadtratswahl Norderney 2021 und 2026 (Stimmenanteile, Veränderung in Prozentpunkten)

Quelle: votemanager.de. Für 2026 vorläufiges Ergebnis. Gültige Stimmen 2021: 9.179, 2026: 9.545.
Liberale Werte überzeugen – auch gegen den Landestrend
Wie bemerkenswert dieses Ergebnis ist, zeigt der Vergleich mit den übrigen Wahlen desselben Tages. Landesweit ging der Stimmenanteil der FDP bei den Kreiswahlen von 6,5 auf 3,7 Prozent zurück, und auch die FDP-Liste für den Kreistag kam auf Norderney nur noch auf 4,9 Prozent nach 6,85 Prozent im Jahr 2021. Im Stadtrat hingegen konnten wir unseren Anteil von 12,53 auf 13,44 Prozent steigern. Die Wählerinnen und Wähler auf Norderney haben damit sehr bewusst zwischen Landes- und Kommunalpolitik unterschieden und einer liberalen, sachorientierten Politik vor Ort ihr Vertrauen ausgesprochen.
Dritter Sitz knapp verfehlt
Mit zwei Mandaten ist die FDP im neuen Rat ebenso stark vertreten wie zuvor. Dass es nicht drei geworden sind, liegt maßgeblich an der gesunkenen Einwohnerzahl: Der Rat wurde deshalb von 18 auf 16 Sitze verkleinert. Bei unveränderter Ratsgröße hätte unser Ergebnis für einen dritten Sitz ausgereicht, rechnerisch fehlten lediglich rund 185 Stimmen. Das zeigt zugleich, wie realistisch dieses Ziel für die kommende Wahl ist.

Veränderte Kräfteverhältnisse im Rat
SPD und Grüne, die 2021 gemeinsam die Hälfte der Ratssitze stellten, verfügen heute über 7 von 16 Sitzen. Die Grünen haben mehr als ein Viertel ihrer Stimmen verloren, und auch die SPD musste trotz leichter Stimmengewinne einen Sitz abgeben. Wir begrüßen diese Verschiebung, denn sie eröffnet die Chance auf eine Politik, die stärker auf wirtschaftliche Vernunft, Eigenverantwortung und die konkreten Anliegen der Insulanerinnen und Insulaner setzt.
Liberale Kompetenz in Rat und Ausschüssen
Für die FDP gehören die beiden FDP-Mitglieder Manfred Hahnen und Florian Ristow dem neuen Rat an. Beide stehen für eine sachkundige, verlässliche und liberale Kommunalpolitik. Von großer Bedeutung ist nun die Besetzung des Verwaltungsausschusses und des Bauausschusses, in denen wesentliche Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass liberale Positionen dort angemessen vertreten sind.
Unsere Schwerpunkte
- Krankenhaus: Wir werden sorgfältig darauf achten, dass die finanzielle Belastung für die Stadt und der tatsächliche Bedarf der Insel in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.
- Ferienwohnungen: Wir fordern eine sachliche Bestandsaufnahme als Grundlage für faire, rechtssichere und nachvollziehbare Entscheidungen.
- Friedhof: Die jetzige Situation ist untragbar, wir fordern ein zukunftsfähiges Konzept, welches durch einen unabhängigen Arbeitskreis erstellt wird
- Tourismus: Der Tourismus ist die wirtschaftliche Grundlage Norderneys. Wir wollen ihn sichern, statt ihn zu verteufeln.
Themen, die im Wahlkampf zu kurz kamen
Einige Fragen, die für die Zukunft der Insel entscheidend sind, spielten im Wahlkampf kaum eine Rolle. Wir werden sie aufgreifen:
- Haus der Insel: Das Gebäude und sein Umfeld müssen mit einer klaren Perspektive weiterentwickelt werden.
- Booken-Gelände: Die Baukosten für Wohnungen sind nach heutigem Stand nicht refinanzierbar. Hier braucht es Transparenz und eine ehrliche Bewertung der Optionen.
- Freibadgelände: Für die Fläche muss eine tragfähige Lösung gefunden werden, die Brache am Weststrand paßt nicht zur Insel.
Kontinuität statt Wahlkampfrhetorik
Kommunalpolitik lebt davon, dass sie auch zwischen den Wahlen sichtbar bleibt. Während manche politischen Mitbewerber erst kurz vor dem nächsten Wahltermin 2031 wieder in Erscheinung treten dürften, werden wir versuchen jeden Monat kontinuierlich die aktuellen Themen der Inselpolitik aufzugreifen und hier sowie auf Facebook und Instagram darüber informieren. Unser Anspruch lautet: Wir nehmen teil und lassen teilhaben.
Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Fragen und laden alle Interessierten herzlich ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen.
17. September 2026
